Symptome und deren Lokalisation
Häufig von Candidosen betroffen sind Hautregionen, die eng beieinander liegen und ständig miteinander in Berührung kommen, sogenannte intertriginöse Bereiche. Dies sind beispielsweise die Achselhöhle, Leistenregion, Gesässfalte, Genitalregion und der Bereich unterhalb der weiblichen Brust, sowie die Zwischenräume von Fingern und Zehen. Charakteristische Anzeichen einer Candidose sind gerötete und entzündete Hautstellen. Zusätzlich können juckender Ausschlag und sich schuppende oder nässende Stellen hinzukommen.
Entstehung
Auslöser von Candidosen der Haut sind mikroskopisch kleine Hefepilze, vor allem der Art Candida albicans. Diese finden sich auch bei gesunden Menschen beispielsweise in den oberen Atemwegen und bestimmten Hautregionen. Auch in intertriginösen Bereichen (s.o.) kann sich Candida albicans ansiedeln, ohne dass es zu gesundheitlichen Problemen kommt. Bestimmte Faktoren (z.B. eine Schwächung des Immunsystems) können allerdings die krankheitserregenden Eigenschaften von Candida albicans hervorrufen und damit verbunden eine starke Ausbreitung des Pilzes auslösen. Hierauf reagiert der Körper – vielmehr das Immunsystem – mit Entzündungsreaktionen.
Risikofaktoren
Behandlung
Zumeist ist eine lokale Behandlung der betroffenen Hautareale ausreichend. Geeignet sind Salben oder Cremes mit einem antimykotischen Wirkstoff. Antimykotisch bedeutet, dass der Wirkstoff die Hautpilze abtötet oder zumindest deren Wachstum und Vermehrung hemmt.
Pityriasis versicolor
Symptome und deren Lokalisation
Die auch «Kleienflechte» genannte Hautkrankheit äussert sich in Form hellbrauner bis dunkelbrauner, teilweise auch geröteter Flecken. Diese sind zunächst drei bis fünf Millimeter gross und zeigen sich meistens auf der Brust, dem Rücken, den Schultern und dem Hals. Mit der Zeit können die Hautflecken ineinander übergehen, gewissermassen «zusammenwachsen», sodass grössere, unregelmässige Flecken entstehen. Die Hauterkrankung tritt insbesondere in den Sommermonaten auf.
Entstehung
Bei Pityriasis versicolor handelt es sich um eine oberflächliche Erkrankung der Haut, die keine Entzündung mit sich bringt. Verursacht wird sie durch verschiedene Arten von Hefepilzen (der Gattung «Malassezia»). Betroffen sind in erster Linie Jugendliche und junge Erwachsene (10 bis 30 Jahre). Während der Pubertät kommt es zu Veränderungen der in der Haut vorkommenden, sogenannten Hautfette (Hautlipide). Offenbar spielt dies eine Rolle bei der Entstehung der Kleienflechte.
Risikofaktoren
- Tropisch-feuchtwarmes Klima
- Erhöhte Schweissbildung
- Dicht schliessende Kleidung
- Mangelernährung
- Genetische Veranlagung
- Orale Kontrazeptiva («Antibabypille»)
- Unterdrücktes Immunsystem (z.B. medikamentös bedingt)
Behandlung
Die Behandlung erfolgt zumeist lokal mit antimykotischen Cremes oder Shampoos. Sind die Flecken besonders grossflächig oder tritt die Erkrankung immer wieder auf, kann eine Behandlung mit oral einzunehmenden, antimykotischen Präparaten (Tabletten oder Kapseln) sinnvoll sein.
Seborrhoische Dermatitis bei Erwachsenen
Symptome und deren Lokalisation
Typische Kennzeichen sind leicht erhabene, scharf begrenzte, blassrote Flecken (Plaques) mit gelber Schuppung. Diese treten vor allem auf der behaarten Kopfhaut, am Haaransatz, zwischen und an den Augenbrauen, in den Nasenlippenfurchen, hinter den Ohren, sowie auf der Haut über dem Brustbein und zwischen den Schulterblättern auf. Eine gebräuchliche alternative Bezeichnung ist „seborrhoisches Ekzem“.
Entstehung
Die genaue Ursache der seborrhoischen Dermatitis ist unklar, wenngleich mehrere ursächliche Faktoren in der Fachwelt diskutiert werden. Möglicherweise sind an der Krankheitsentstehung Hefepilze (der Gattung Malassezia) beteiligt, allerdings konnte der zugrunde liegende Zusammenhang wissenschaftlich noch nicht geklärt werden.
Risikofaktoren
- Klimatische Faktoren: Feuchtigkeit, Kälte
- Schwitzen
- Übermäßiges Auftragen von fettigen Substanzen auf die Haut
- Alkohol- und Tabakkonsum
- Stresssituationen begünstigen eine Verschlimmerung der Symptome. Darüber hinaus wird angenommen, dass auch die Ernährung eine Rolle bei der Entstehung von Läsionen spielt. Insbesondere Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index, industrieller Zucker und sehr fettige Produkte sind dafür bekannt, das seborrhoische Ekzem auszulösen. Demnach hilft eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht nur dem Körper, sondern auch dem Hautbild.
- Individuelle Veranlagungen: Fettleibigkeit, Hyperhidrose, etc.
- Hormonelle Störungen
- Geschwächtes Immunsystem
- HIV-Infektion
- Morbus Parkinson
- Episoden von Stress und Müdigkeit
- Andere Faktoren
Behandlung
Mithilfe lokal angewendeter antimykotischer Präparate kann die Besiedlung der genannten Hefepilze reduziert werden. Eine orale Einnahme antimykotischer Medikamente ist nur selten erforderlich. Drastischen Verschlimmerungen der Symptome kann mit lokal aufgetragenen, entzündungshemmenden Präparaten entgegengewirkt werden. Die seborrhoische Dermatitis bei Erwachsenen lässt sich nicht heilen, aber in der Regel medikamentös unter Kontrolle halten.
CH–07-25-2500001